Fehlergrenze
In der praktischen Messtechnik sind die Fehlergrenzen (auch: Fehlermarge, englisch margin of error) vereinbarte oder garantierte Höchstwerte für positive oder negative Abweichungen der Anzeige (Ausgabe) einer Messeinrichtung vom richtigen Wert. Fehlergrenzen sind begrifflich streng zu unterscheiden von den tatsächlichen Messabweichungen und von der Messunsicherheit.
Bei Messgeräten werden im Allgemeinen eine Abweichung innerhalb einer Fehlergrenze unter festgelegten Bedingungen vom Hersteller garantiert. Fehlergrenzen hängen ab vom technischen Aufwand und von prinzipiellen Grenzen. Der Betrag der zufälligen Messabweichungen ist häufig gegenüber der Fehlergrenze vernachlässigbar klein; sonst muss er bei der Festlegung der Fehlergrenze berücksichtigt werden.
In einer neueren messtechnischen Norm wird statt des Begriffs Fehlergrenze der Begriff Grenzabweichung verwendet. Außerhalb der Messtechnik entspricht dem Begriff Fehlergrenze der Begriff Abweichungsgrenzbetrag.
- 1 2 DIN 1319-1:1995-01, Grundlagen der Messtechnik – Grundbegriffe, Nr. 5.12.
- ↑ Wolfgang Demtröder: Experimentalphysik 1: Mechanik und Wärme (= Springer-Lehrbuch). 6., überarb. u. akt. Aufl. 2013. Springer, Berlin, Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-25465-9.
- ↑ DIN EN 60751:2009-05.
- ↑ DIN 55350-12:1989:03, Begriffe der Qualitätssicherung und Statistik – Merkmalsbezogene Begriffe.