Fehlerstrom-Schutzschalter
Fehlerstrom-Schutzschalter (RCCB, von englisch Residual Current operated Circuit-Breaker; sinngemäß auch als Differenzstrom-Schutzschalter bezeichnet) sind die am häufigsten verwendeten Geräte aus der übergeordneten Gruppe der Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD, von engl. Residual Current Device). Er überwacht den Differenzstrom zwischen allen betriebsmäßig stromführenden Leitern über einen Summenstromwandler. In den älteren, umgangssprachlich noch üblichen Bezeichnungen FI-Schutzschalter oder FI-Schalter steht „F“ für das Wort Fehler und „I“ für das Formelzeichen der elektrischen Stromstärke. Durch die Harmonisierung in der Normung auf internationaler Ebene wird seit 2008 allgemein die Bezeichnung RCD auch in den deutschsprachigen Normen und der Literatur verwendet.
Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen jeder Bauform schalten bei gefährlich hohen Fehlerströmen gegen Erde die Spannung ab und tragen so maßgeblich zur Reduzierung lebensgefährlicher Stromunfälle in Niederspannungsnetzen bei. Sie werden den Überstromschutzeinrichtungen in Stromkreisverteilern vorgeschaltet. Es gibt auch die Kombination in Form des RCBO, welcher die Funktion der Fehlerstrom-Schutzeinrichtung und des Leitungsschutzschalters in einem Gerät vereint.
- ↑ Doepke - Flyer Netzüberwachung. Abgerufen am 27. Januar 2026.
- ↑ Netzikon
- ↑ Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs). Festlegung einer einheitlichen Benennung durch das Komitee K 221. DKE VDE, 6. November 2008, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 3. September 2012; abgerufen am 17. Juli 2012.