Fehmarnbelttunnel

Fehmarnbelttunnel Deutschland
Femern Bælt-tunnelen Danemark
Nutzung Straßen- und Eisenbahntunnel
Verkehrsverbindung Vogelfluglinie
Ort Fehmarnbelt
Länge 18,1 km
Anzahl der Röhren 4 + 1 Röhre für Rettung und Service
Fahrstreifen 2 Fahrstreifen, 1 Standstreifen in jeder Richtung
Gleise 2
Querschnitt 376 
Fahrzeuge pro Tag 12.000 KFZ
111 Züge
Bau
Bauherr Femern A/S (femern.de)
Baukosten 7,4 Mrd. Euro (Kostenschätzung April 2015)
Baubeginn 2021
Fertigstellung nach 2031 (geplant)
Planer Femern A/S
Betrieb
Betreiber Femern A/S
Maut ja, Höhe noch unbekannt
Lage der geplanten Fehmarnbeltquerung
Koordinaten
Portal Puttgarden 54° 29′ 50,7″ N, 11° 13′ 56,8″ O
Portal Rødbyhavn 54° 39′ 5,8″ N, 11° 22′ 3,6″ O

Der Fehmarnbelttunnel (dänisch Femern Bælt-tunnelen) ist ein im Bau befindlicher, 18,1 Kilometer langer Straßen- und Eisenbahntunnel unter der Ostsee zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland zur Querung des Fehmarnbelts als Teil der sogenannten Vogelfluglinie, einer direkten Bahn- und Straßenverbindung zwischen den Großräumen Kopenhagen und Hamburg.

Nach der Fertigstellung des in dieser Dimension als Absenktunnel beispiellosen Bauwerks könnte die feste Fehmarnbeltquerung der längste und tiefste kombinierte Straßen- und Eisenbahntunnel der Welt werden. Die derzeitige 45-minütige Reisezeit zur Überquerung des Fehmarnbelts mittels Fähre würde sich laut Angaben der Planer durch die unterirdische und wetterunabhängige Passage auf etwa zehn Minuten reine Fahrzeit reduzieren.

Der Bau wurde am 28. April 2015 vom dänischen Parlament genehmigt. Nachdem die Baugenehmigung auf deutscher Seite aufgrund von rechtlichen Einwänden lange in der Schwebe war, besteht seit dem 3. November 2020 nach der letztinstanzlichen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig auch auf deutscher Seite Baurecht. Der erste Spatenstich auf dänischer Seite erfolgte am 1. Januar 2021, auf deutscher Seite am 29. November 2021. Die prognostizierte Fertigstellung hat sich mehrmals verschoben; war ursprünglich das Jahr 2021 als Bauende angedacht gewesen, ging man im Jahr 2023 von einer Fertigstellung im Jahr 2029 aus, und im Jahr 2026 dann von 2031. Die Schienenanbindung wird jedoch nicht vor 2032 fertiggestellt sein. Der Fehmarnbelttunnel ist, wenn einmal fertiggestellt, auf eine Nutzungsdauer bzw. Haltbarkeit von 120 Jahren ausgelegt.

  1. 1 2
  2. Katharina Dümmer, Norbert Prack: Fehmarnbelt-Tunnel: Feste Querung bis 2029 geplant. ADAC, 17. Januar 2022, abgerufen am 18. März 2022.
  3. NDR: Fehmarnbelttunnel wohl erst 2031 fertig. NDR, 16. Januar 2026, abgerufen am 27. Januar 2026.
  4. 1 2 Die Feste Fehmarnbeltquerung: Projektprofil. (PDF; 154 kB) Femern A/S, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 22. Juli 2014; abgerufen am 30. Mai 2013.
  5. Olaf Preuss: Darum verspätet sich das Projekt Fehmarnbelt-Tunnel um Jahre. Hamburger Abendblatt, 21. Mai 2015, abgerufen am 18. März 2022.
  6. Fahrpläne, scandlines.de
  7. Fehmarnbelt-Querung: Dänisches Parlament beschließt Bau des Ostsee-Tunnels. In Spiegel Online. 28. April 2015, abgerufen am 28. April 2015.
  8. Deutscher Bundestag Drucksache 18/4973. (PDF; 148 kB). In: bundestag.de, 20. Mai 2015, abgerufen am 13. August 2015.
  9. Pressemitteilung Nr. 62/2020. Bundesverwaltungsgericht, abgerufen am 3. November 2020.
  10. Fehmarnbelttunnel darf nach Leipziger Urteil gebaut werden. In: ndr.de. Abgerufen am 3. November 2020.
  11. Dänemark beginnt mit Bauarbeiten für Fehmarnbelt-Tunnel. In: spiegel.de. Abgerufen am 2. Januar 2021.
  12. Baustart für den Fehmarnbelt-Tunnel in Deutschland. Pressemitteilung 133/2021. Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, 29. November 2021, abgerufen am 1. Dezember 2021.
  13. Fehmarnbelttunnel wohl erst 2031 fertig. In: Schleswig-Holstein Magazin. NDR, 16. Januar 2026.
  14. Henning Baethge: DB reißt Termin für Gleise zum Fehmarnbelttunnel um drei Jahre. In: shz.de. Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, 22. Juli 2025, abgerufen am 24. Juli 2025.
  15. Project status - Winter 2025. In: femern.com. Abgerufen am 27. Mai 2025 (dänisch).