Feieromd

Feieromd ist eines der bekanntesten Volkslieder des böhmischen Erzgebirges. Es stammt aus der Feder des Volksdichters Anton Günther und entstand im Jahr 1903.

Der in erzgebirgischer Mundart verfasste Text ist in vielerlei Umschriften verbreitet. Der Autor Anton Günther selbst schrieb den Titel zunächst Feieromd, später Feierohmd, und glättete ihn für die Buchausgabe seiner Lieder letztlich zu Feierobnd.

Das Lied thematisiert den Feierabend. In den Strophen wird die Umgebung und das Befinden beschrieben. Es wird häufig auf Trauerfeiern im Erzgebirge und jener von Deutschböhmen gespielt. Oft wird in der letzten Strophe das Wort Grab durch Wald ersetzt.

Das Lied war der Namensgeber der Feierohmd-Schau in Schwarzenberg 1937/38.

  1. Anton Günther (Hrsg.): Vergaß dei Hamit net! – Ant. Günthers Lieder aus dem Erzgebirge. Im Selbstverlage, Gottesgab 1911.
  2. Erwin Günther: Gedanken zur Mundartschreibung. In: Unsere Heimat. Monatsblätter, hrsg. vom Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschland, 1962, Heft 11, ZDB-ID 999722-2, S. 13 f.
  3. Dieter Herz: »Su aafach, wie mei Haamit is, su aafach is mei Gemüt«. Annäherungen an Anton Günther im Lichte einiger Rezeptionsstrategien. In: Michael Simon, Monika Kania-Schütz, Sönke Löden (Hrsg.): Zur Geschichte der Volkskunde: Personen, Programme, Positionen (= Volkskunde in Sachsen, Bände 13–14). Thelem, Dresden 2002, ISBN 3-935712-05-7, S. 179–202 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).