Fell

Als Fell (von mittelhochdeutsch fel bzw. vël, von germanisch *fella, „Haut von Mensch und Tier“, ob behaart oder unbehaart, über vorgermanisch *pello urverwandt mit lateinisch pellis und deutsch „Pelz“) bezeichnet man (laut der Definition von Dathe/Schöps) die Haut von Säugetieren ab einer Haardichte von 50 bis 400 Haaren pro Quadratzentimeter. Bei geringerer Haardichte gilt sie als haararme Haut, bei stärkerer Behaarung wird die Haut als Pelz bezeichnet (nach einer Definition bei mehr als 400 Haaren pro Quadratzentimeter).

Das Fell wird von den Deckhaaren (Oberhaar) und den Wollhaaren (Unterwolle) gebildet. Es schützt die Haut und speichert die Wärme. Viele Säugetiere passen durch einen jahreszeitlichen Fellwechsel ihre Behaarung den Witterungsbedingungen an (evolutionäre Anpassung). Die Fellfarbe dient häufig der Tarnung, bei manchen Tierarten auch als Warnsignal. Der Fellwechsel kann mit einer Änderung der Fellfarbe einhergehen, wie beispielsweise beim Hermelin mit seinem weißen Winterfell zur Tarnung im Schnee.

  1. Vgl. etwa Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 377 (fel bzw. vel als Plural: äußere Fettschicht, [behaarte] Fettoberfläche).
  2. Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 192 und 538.
  3. Heinrich Dathe, Paul Schöps u. a.: Pelztieratlas. Gustav Fischer Verlag, Jena 1986, S. 17.
  4. Hans Geyer: Haare. In: Franz-Viktor Salomon, Hans Geyer, Uwe Gille (Hrsg.): Anatomie für die Tiermedizin. 2. erw. Auflage. Enke-Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8304-1075-1, S. 637–640.