Femoro-acetabuläres Impingement

Das femoroacetabuläre Impingement (kurz: FAI oder Hüftimpingement) stellt ein schmerzhaftes Syndrom des Hüftgelenks dar. Es tritt durch einen wiederholten mechanischen Konflikt zwischen Azetabulum (Hüftpfanne) und proximalem Femur (oberem Oberschenkelknochen) auf. Der Konflikt tritt dabei meist in Beugung und Innenrotation auf. Das femoroazetabuläre Impingement gilt neben der Hüftdysplasie als eine der häufigsten Ursachen der Coxarthrose. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einem Pincer-Impingement (Fehlstellung der Hüftpfanne in Form einer azetabulären Retroversion oder zu stark ausgeprägter Pfannenüberdachung) und einem Cam-Impingement (Taillierungsstörung des Oberschenkelhalses). Ein wichtiger Faktor ist ebenfalls die Femurtorsion, da diese ebenfalls einen femoroazetabulären Konflikt erzeugen oder diesen kompensieren kann. In vielen Fällen tritt eine Kombination aus beiden Typen auf.

  1. 1 2 Iris-M. Noebauer-Huhmann, Felix R. M. Koenig, Catharina Chiari, Florian Schmaranzer: Femoroazetabuläres Impingement beim Jugendlichen und Adoleszenten. In: Die Radiologie. Band 63, Nr. 10, Oktober 2023, ISSN 2731-7048, S. 749–757, doi:10.1007/s00117-023-01197-6, PMID 37698653, PMC 10522737 (freier Volltext) (springer.com [abgerufen am 16. Dezember 2025]).
  2. T.C. Mamisch, S. Werlen, C. Zilkens, S. Trattnig, Y.-J. Kim, K.A. Siebenrock, B. Bittersohl: Radiologische Diagnose des femoroazetabulären Impingements. In: Der Radiologe. Band 49, Nr. 5, Mai 2009, ISSN 0033-832X, S. 425–433, doi:10.1007/s00117-009-1833-z (springer.com [abgerufen am 16. Dezember 2025]).