Fernmeldeturm Berlin-Schäferberg
Fernmeldeturm Berlin-Schäferberg Funkübertragungsstelle Berlin 3 | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Fernmeldeturm 2016 | |||||||||||
| Basisdaten | |||||||||||
| Ort: | Schäferberg in Berlin-Wannsee | ||||||||||
| Land: | Berlin | ||||||||||
| Staat: | Deutschland | ||||||||||
| Höhenlage: | 103 m ü. NHN | ||||||||||
| Koordinaten: 52° 25′ 2,9″ N, 13° 7′ 39,6″ O | |||||||||||
| Verwendung: | Fernmeldeturm, Rundfunksender | ||||||||||
| Zugänglichkeit: | Sendeturm öffentlich nicht zugänglich | ||||||||||
| Besitzer: | Deutsche Funkturm | ||||||||||
| Turmdaten | |||||||||||
| Bauzeit: | 1961–1963 | ||||||||||
| |||||||||||
| Betriebszeit: | seit 1964 | ||||||||||
| Gesamthöhe: | 212 m | ||||||||||
| Betriebsräume: | 101,6 m, 132,44 m | ||||||||||
| Daten zur Sendeanlage | |||||||||||
| Letzter Umbau (Antenne): | 2001 | ||||||||||
| Letzter Umbau (Sender): | 29. März 2017 | ||||||||||
| Wellenbereich: | Band II, Band III, Band IV+V | ||||||||||
| Rundfunk: | Hörfunk, Fernsehen | ||||||||||
| Sendetypen: | UKW, DAB+, DVB-T2 HD, Richtfunk, Mobilfunk, Amateurfunkdienst | ||||||||||
| |||||||||||
| Positionskarte | |||||||||||
Der Fernmeldeturm Berlin-Schäferberg ist ein für die Öffentlichkeit nicht zugänglicher Fernmeldeturm auf dem 103 m ü. NHN hohen Schäferberg im Südwesten von Berlin (Ortsteil Wannsee, Bezirk Steglitz-Zehlendorf). Mit einer Höhe von 212 Metern ist er laut der Liste der höchsten Bauwerke in Berlin das dritthöchste Bauwerk, nach dem Fernsehturm und dem Sender Scholzplatz.
Errichtet wurde der Turm im Auftrag der Landespostdirektion Berlin von der Essener Firma Hochtief. Die offizielle Einweihung erfolgte am 17. Juli 1964 in Anwesenheit der drei für Berlin (West) zuständigen alliierten Stadtkommandanten und des Bürgermeisters Heinrich Albertz. Architekt war Hans Gerds, Ingenieur Walther Pieckert. Heute gehört der Turm der Deutsche Funkturm (DFMG), einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom mit Sitz in Münster. Seit 2023 ist die DFMG zu 51 % im Besitz des kanadischen Unternehmens Brookfield Asset Management und der US-Firma DigitalBridge.
Bei seiner Inbetriebnahme diente der Turm hauptsächlich der Realisierung von Richtfunkverbindungen nach Westdeutschland über das Gebiet der DDR. Zusätzlich waren bereits zwei Rundfunksender für das 2. und 3. Fernsehprogramm (ZDF und „Nordkette“) installiert.
Heute beherbergt der Turm neben Mobilfunkeinrichtungen zahlreiche Sendeanlagen zur Verbreitung öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks. Dazu gehören Hörfunk in analoger (FM auf Ultrakurzwelle/Band II) und digitaler (DAB+ auf Band III) Technik sowie das Fernsehen im Digitalstandard DVB-T2 HD auf Band IV/V.
Darüber hinaus befindet sich auf dem Funkturm ein Amateurfunkrelais, das im 2-m-Band und im 70-cm-Band und 23-cm-Band arbeitet. Die Rufzeichen dieser Relais lauten:
• DB0SP für 2 m und 70 cm (145,600 MHz & 439,425 MHz)
• DB0BLN für 23 cm (1298,700 MHz).
- ↑ Günter Herrnleben. Ein Turm für Spezialaufgaben. Der Fernmeldeturm auf dem Schäferberg. In: Jahrbuch für Zehlendorf 2016. Heimatverein Zehlendorf e.V. (1886) Berlin 2015. S. 88
- ↑ Peter Müller: Symbol mit Aussicht. Der Ost-Berliner Fernsehturm. 2. Aufl. Verlag für Bauwesen, Berlin 2000, ISBN 3-345-00761-4, S. 69