Ferranti Mercury

Der Mercury war ein früher kommerzieller Computer aus der Mitte der 1950er Jahre, der von Ferranti gebaut wurde. Er war das Nachfolgemodell des Ferranti Mark I und verfügte über eine Gleitkommaeinheit, die die Leistung steigerte und die Zuverlässigkeit erhöhte, indem das Speichermedium, die Williamsröhre, durch einen Kernspeicher ersetzt wurde und mehr sogenannte Solid State-Komponenten zum Einsatz kamen. Der Computer verfügte über etwa 2000 Vakuumröhren (hauptsächlich Pentoden vom Typ CV2179/A2134, EL81-Pentoden und CV2493/ECC88-Doppel-Trioden) und 2000 Germaniumdioden. Neunzehn Mercuries wurden verkauft, bevor Ferranti zu neueren Designs überging.

  1. Meilensteine der Rechentechnik, Band 2 Erfindung des Computers, Rechnerbau in Europa, weltweite Entwicklungen, zweisprachiges Fachwörterbuch, Bibliografie, von Herbert Bruderer, De Gruyter Oldenbourg, Berlin, 2020 in der Google-Buchsuche S. 149; ISBN 978-3-11-066962-6