Fetofetales Transfusionssyndrom

Klassifikation nach ICD-10
O43.0 (Mutter) Transplazentare Transfusionssyndrome
P02.3 (Zwillinge) Schädigung des Feten durch transplazentare Transfusionssyndrome
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Das Fetofetale Transfusionssyndrom (abgekürzt FFTS, synonym Zwillings-Syndrom; englisch twin-to-twin transfusion syndrome, abgekürzt TTTS) ist eine seltene, aber in ihren Auswirkungen meist sehr schwere pränatale Durchblutungs- und Ernährungsstörung eineiiger Zwillinge. Das Syndrom kann auftreten, wenn sich bei einer eineiigen Zwillingsschwangerschaft die beiden Feten einen Mutterkuchen (Plazenta) teilen (monochoriale Schwangerschaft). Es wird dadurch verursacht, dass sich außerordentliche Gefäßverbindungen der kindlichen Blutkreisläufe auf der Plazenta bilden, die eine ungleiche Versorgung der ungeborenen Kinder bewirken. Extreme Fälle dieser Entwicklungsstörung werden endoskopisch meist erfolgreich mit Laserablation behandelt.

  1. T. Zach, R. M. Ramus: Twin-to-Twin Transfusion Syndrome. Medscape.com; abgerufen am 16. Februar 2012.
  2. Julian E De Lia, Randall S Kuhlmann: Twin-to-twin transfusion syndrome: 30 years at the front. In: Am J Perinatol, 2014, 31, S. S7–S12; doi:10.1055/s-0034-1376184