Feuersteinstraße

Mit Feuersteinstraße wird hypothetisch eine der ältesten rekonstruierten Handelsverbindungen, die rund 250 km lange Route über den Böhmerwald zwischen Bayern und Böhmen bezeichnet. Die Namensgebung erfolgte durch den Geoarchäologen Alexander Binsteiner, der die Route 1999 bis 2001 in einem zweijährigen Projekt mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege erforschte.

Eine weitere derartige, über 100 km lange Passage existierte während der bandkeramischen Phase der frühen Jungsteinzeit auf der Schwäbischen Alb zwischen Gerlingen und dem Viesenhäuser Hof bei Stuttgart und Nürtingen und weiter bis zum Hauptabbauplatz Wittlingen. In den Lößlandschaften des Prager und Pilsener Beckens endeten zwei weitere steinzeitliche Fernhandelsstrecken. Die Linienbandkeramiker, aber auch Nachfolgerkulturen, wie die Stichbandkeramiker nutzten diesen Weg.

  1. Keefer, S. 99 f. (auch Karte).