Fischläuse

Fischläuse

Argulus spec. an einem Stichling

Systematik
ohne Rang: Urmünder (Protostomia)
Überstamm: Häutungstiere (Ecdysozoa)
Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm: Krebstiere (Crustacea)
Klasse: Maxillopoda
Unterklasse: Fischläuse
Wissenschaftlicher Name
Branchiura
Thorell, 1864

Die Fischläuse oder Karpfenläuse (Branchiura), auch Fischzecken genannt, gehören zu den Krebstieren (Crustacea). Sie leben als Außenparasiten auf wechselnden Wirten. Heute sind, je nach Einordnung und Quelle, gut 150 (Stand: 2008) bis knapp 170 (Stand: 2011) Fischlaus-Arten bekannt. Sie kommen sowohl im Süßwasser als auch im Meer vor und sind durch ihre stark abgeflachten Körper gekennzeichnet. Sie erreichen Körperlängen zwischen 5 und 30 Millimetern und besitzen meist transparente, oft grünlich getönte Körper. Die Antennen sind zu Klammerorganen umgebildet, um sich am Wirt festzuhalten, und die Mundwerkzeuge bilden einen Saugrüssel zum Stechen der Wirte und zur Nahrungsaufnahme.

Fischläuse befallen Fische, indem sie sich an der Haut, den Kiemen oder Flossen festsetzen. Mit ihren Mundwerkzeugen injizieren sie Speichel, der die Blutgerinnung hemmt, und sie saugen darüber Blut sowie Gewebsflüssigkeit auf. Sie können Krankheiten wie die Bauchwassersucht übertragen und bei starkem Befall kann es zu einer starken Schwächung der Wirte kommen. Die Fortpflanzung erfolgt auf dem Wirt und die Weibchen legen die befruchteten Eier an harten Substraten ab, aus denen Larven schlüpfen. Die Entwicklung verläuft über neun Stadien, wobei bereits die frühen Larven parasitär leben.