Flächenheizung

ISO 11855
Bereich Technische Gebäudeausrüstung
Titel Umweltgerechte Gebäudeplanung – Planung, Auslegung, Installation und Steuerung flächenintegrierter Strahlheizungs- und -kühlsysteme
Kurzbeschreibung: Teil 1–5
Letzte Ausgabe 2015–2016
Übernahme von ISO 11855

Flächenheizung bzw. Flächenkühlung ist ein Oberbegriff für verschiedene Varianten von Heizungs- und Kühlungssystemen, die die Wärme über die Flächen der Bauteile eines Gebäudes abgeben oder aufnehmen. Da diese sowohl für Heizen als auch Kühlen geeignet sind und auch ausgelegt werden, wird auch zusammengefasst der Begriff Flächenheizung und -kühlung verwendet.

Flächenheizungen und -kühlungen können aufgrund der großen Übertragungsflächen mit geringeren Temperaturdifferenzen gegenüber der Raumtemperatur betrieben werden als z. B. Heizkörper. Damit sind sie generell effizienter als Systeme mit hohen Temperaturdifferenzen.

Aufgrund ihrer großen zu erwärmenden/kühlenden Massen sind sie generell träge und nur schwer zu regeln. Sie sind deshalb vor allem für gleichmäßig beheizte Räume geeignet, sie eignen sich weniger für Räume, in denen nur eine zeitweise oder ungleichmäßige Heizung erwünscht ist.

Elektrische Flächenheizungen mit geringer Masse und freistehend oder thermisch etwas isoliert zum tragenden Bauteil, die elektrischen Strom direkt in der Fläche in Wärme umwandeln, reagieren hingegen schneller. Außerdem stellen sie eine Form der Strahlungsheizung dar, so dass ein Teil der Heizleistung Menschen im Raum unmittelbar erreicht. Aus beiden Gründen kann der Einsatz je nach Ausführung auch in temporär genutzten Räumen erfolgen.

  1. Bernd Glück: Thermische Bauteilaktivierung – Nutzen von Umweltenergie und Kapillarrohren. C.F. Müller, Heidelberg 1999, ISBN 3-7880-7674-7, S. 1 (Download [PDF; 2,9 MB; abgerufen am 13. Mai 2021]).
  2. Wolfram Pistohl: Handbuch der Gebäudetechnik. 7. Auflage. Band 2: Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Energiesparen. Werner Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-8041-4685-3, S. H 170, zweiter Aufzählungspunkt.