Flächenstilllegung
Die Flächenstilllegung ist ein agrarpolitisches Instrument, um beispielsweise die Menge landwirtschaftlicher Produkte auf dem Markt zu steuern. Zweck der Flächenstilllegung ist die marktentlastende Reduzierung der Nahrungs- und Futtermittelerzeugung. Diese Lenkungsmaßnahme wurde in der Europäischen Union (EU) Ende der 1980er Jahre im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) eingeführt, um die damalige landwirtschaftliche Überproduktion zu begrenzen. Durch Prämienzahlungen wurden die Agrarbetriebe motiviert, einzelne Flächen aus der Nahrungsmittelproduktion zu nehmen. In der Folge einer verstärkten Nachfrage nach Agrarprodukten wurde diese Form der Flächenstilllegung (englisch set-aside) in der EU im Jahr 2009 abgeschafft.