Flächenversiegelung
Flächenversiegelung, auch Bodenversiegelung, bezeichnet das Bedecken des natürlichen Bodens durch vom Menschen errichtete Bauwerke, einschließlich Verkehrsbauwerke; von Flächenversiegelung wird deshalb gesprochen, weil in den Boden auf der jeweiligen Fläche in größerem Umfang von oben kein Niederschlag mehr eindringen kann und so viele der dort normalerweise ablaufenden Prozesse gestoppt werden – analog dem Siegel, was z. B. die Unversehrtheit von Behältnissen oder Briefumschlägen sichern, sie „abschliessen“ soll, werden hier die aufnahmefähigen Kapillaren unterbrochen, die Poren der jeweiligen Oberflächen verschlossen. Zur Bodenversiegelung werden neben weiters stark verdichteten Böden auch nicht sichtbare Bauwerke unter der Erdoberfläche gezählt, wie z. B. Leitungen, Kanäle oder Fundamente.