Flechten (Technik)

Flechten (von mittelhochdeutsch vlehten, althochdeutsch flehtan, verwandt mit u. a. lateinisch plectere) ist das Verbinden dünner und biegsamer Materialien (Flechtelemente) von Hand oder maschinell durch regelmäßiges Verkreuzen oder Verschlingen zu einem Geflecht (Flechtwerk). Mit dem Begriff Flechtwerk oder Geflecht bezeichnet man einerseits Geflochtenes allgemein, andererseits eine Matte oder einen Zaun, aber auch das Füllen eines Fachwerks mit geflochtenen Zweigen zur Herstellung einer Flechtwerkwand.

In Deutschland ist das Flechthandwerk als Immaterielles Kulturerbe anerkannt. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das Flechthandwerk im Dezember 2016 in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

  1. KLUGE – Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, S. 301.
  2. flechten. In: duden.de. Abgerufen am 6. Februar 2022.
  3. Meyers großes Taschenlexikon in 24 Bänden, 4., vollständig überarbeitete Auflage Bd. 10. Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus, Mannheim 1992, ISBN 3-411-11074-0, Bd. 7,S. 118.
  4. Monika Künti: Aus Streifen geflochten – Geschichte, Techniken, Projekte. Haupt Verlag Bern 2019, ISBN 978-3-258-60197-7, S. 34/35.
  5. Karl-Dieter Bünting (Hrsg.): Deutsches Wörterbuch. Isis, Chur (Schweiz) 1996, S. 388.
  6. unesco.de