Flinz
Als Flinz werden im deutschsprachigen Raum verschiedene Sedimentgesteine oder Abfolgen von Sedimentgesteinen bezeichnet.
Im mitteleuropäischen Varistikum steht der Begriff für eine Wechsellagerung von karbonatischen und dunklen, tonigen Sedimenten, die in einem Meeresbecken durch Trübeströme abgelagert wurden. Es handelt sich somit um eine spezielle Turbidit-Fazies.
Daneben wird die Bezeichnung für feinkörnige, laminierte Kalksteinlagen des Solnhofener Plattenkalkes (Oberjura) verwendet.
Zudem werden die sandigen bis tonigen Sedimente der Oberen Süßwassermolasse (Miozän) in Oberbayern so genannt.
In der Böhmischen Masse Nordösterreichs bezeichnet Flinz den Verwitterungsgrus von Granit und Gneis.
- 1 2 3 Autorenkollektiv: Lexikon der Geowissenschaften, Band II, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2000, ISBN 3-8274-0421-5, S. 180
- ↑ H. E. Cook, H. T. Mullins: Basin Margin Environment. In: Peter A. Scholle, Don G. Bebout, Clyde H. Moore (Hrsg.): Carbonate Depositional Environments. AAPG Memoir. Bd. 33, 1983, S. 540–617, ISBN 0-89181-310-1
- ↑ Werner Fuchs, Otto Thiele: Geologische Karte der Republik Österreich 1 : 50.000, Erläuterungen zu Blatt 34 Perg. Hrsg. Geologische Bundesanstalt, Wien, 1987. S. 8 (PDF 0,5 MB).