Flussgolddukaten

Flussgolddukaten sind Münzen, die aus dem Gold der Flüsse Donau, Rhein, Eder, Isar, Inn und Schwarza geprägt wurden. Sie zeigen meist durch Bild und Schrift die Herkunft des Goldes an. Die Goldwäschereien für Dukatenprägungen wurden vom 17. bis 19. Jahrhundert betrieben. Sie lieferten nur geringe Mengen an Gold, die zu Münzen ausgeprägt wurden. Wegen der geringen Vorkommen und aufwendigen Gewinnung des Rohmaterials besitzen historische Flussgolddukaten einen hohen Seltenheits- und Sammlerwert.

Dukaten trugen keinen festen Nennwert, sondern unterschieden sich nur durch ihr Fein- und Raugewicht. So entstanden einfache, doppelte und mehrfache Dukaten ohne Landeswährungsangabe oder Wertstempel, die vor allem als Handelsgold dienten. Ihr Wert wurde häufig auf Münzwaagen geprüft, die vom 15. bis ins frühe 20. Jahrhundert in Europa verbreitet waren. Seit 1989 werden gelegentlich wieder „moderne“ Flussgolddukaten geprägt, darunter aus Gold bekannter Flüsse wie Rhein, Donau, Isar, Inn und Eder, aber auch aus dem Gold neuer Flüsse wie der Salzach, Elbe, Saale oder des Mains.

  1. Heinz Fengler, …: transpress-Lexikon Numismatik (1976), S. 95
  2. Sachs, O. (2025): Die Suche nach dem Inngold.- Der Bundschuh, Schriftenreihe des Museums Innviertler Volkskundehaus, Band 28, Seiten 12–25, ISBN 978-3-903646-00-1
  3. Schumacher, L. (2022): Flussgold- und goldene Bergbaugepräge: aus dem europäischen Raum mit Prägevarianten unter Berücksichtigung montannaher Gewerbezweige.- Freiberger Münzfreunde e.V, 428 Seiten.