Folketingswahl 1918
Die Folketingswahl 1918 war am 22. April war die 32. Wahl zum Folketing, der zweiten Kammer des dänischen Parlaments. Bei der Wahl, die am 18. März desselben Jahres ausgeschrieben wurde, durften erstmals auch Frauen teilnehmen. Weitere Bestandteile der Wahlrechtsreform waren die Senkung des Wahlalters von 30 auf 29 Jahre und die Einführung von Elementen einer Verhältniswahl über einen Mehrpersonenwahlkreis in der Hauptstadtregion und über landesweite Ausgleichsmandate, durch die der Folketing auf 140 Sitze wuchs. Die Radikale Venstre gewann zwar an Stimmenanteilen dazu, konnte jedoch keine neuen Mandate erringen. Gleichzeitig konnte Det Konservative Folkeparti (ehemals Højre) trotz Stimmenverluste ihre Mandatszahl deutlich verstärken.
Die Regierung Zahle II der Radikale Venstre wurde fortgeführt und weiterhin von den Sozialdemokraten toleriert. Im März 1920 wurde die Regierung im Streit um die Teilung Schleswigs durch den dänischen König Christian X. entlassen, was den Beginn der Osterkrise markierte. Während dieser Krise wurden zwei Interimsregierungen durch den König eingesetzt.