Fortschrittliche Volkspartei

Fortschrittliche Volkspartei
Partei­vorsitzende Otto Fischbeck (1910–1912)
Otto Wiemer (1912–1918)
Gründung 6. März 1910
Auflösung 20. November 1918
Aus­richtung Linksliberalismus
Farbe(n) Gelb
Mitglieder­zahl >120.000 (1912)
Reichstagsmandate: 42/397 (1912)

Die Fortschrittliche Volkspartei (FVP) war eine linksliberale und bürgerlich-demokratische Partei im Deutschen Kaiserreich, die am 6. März 1910 aus dem Zusammenschluss der Freisinnigen Volkspartei, der Freisinnigen Vereinigung und der Deutschen Volkspartei entstand. Die Partei setzte sich für eine Parlamentarisierung des Reiches ein und nahm auch sozialpolitische Forderungen in ihr Programm auf. Punktuell kam es vor dem Ersten Weltkrieg zu einer Zusammenarbeit mit der SPD. Gegen Ende des Krieges gehörte sie seit 1917 dem interfraktionellen Ausschuss an und unterstützte 1918 die Oktoberreformen. Sie ging in der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) der Weimarer Republik auf.

  1. Ludwig Elm, in: Dieter Fricke (Hrsg.): Die bürgerlichen Parteien in Deutschland Handbuch der Geschichte der bürgerlichen Parteien und anderer bürgerlicher Interessenorganisationen vom Vormärz bis zum Jahre 1945. Band 2. Fraktion Augsburger Hof - Zentrum, VEB Bibliographisches Institut, Leipzig, 1970, S. 89.
  2. Joachim Scholtyseck: Freudenberg. Ein Familienunternehmen in Kaiserreich, Demokratie und Diktatur. C.H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-68853-9.
  3. Wolfgang R. Krabbe: Die gescheiterte Zukunft der Ersten Republik: Jugendorganisationen bürgerlicher Parteien im Weimarer Staat (1918–1933), Springer, 2013, ISBN 3-531-12707-1, S. 25.