Franz Hübotter

Franz Hübotter (* 5. Dezember 1881 in Weimar; † 23. März 1967 in Berlin) war ein deutscher Arzt, Sinologe und Medizinhistoriker. Er lebte nach dem Ersten Weltkrieg als Arzt 4 Jahre lang in Kumamoto/Japan. Ab 1925 arbeitete Hübotter als Arzt mit Unterbrechungen in Tsingtau/China anfangs in einem protestantischen Missionskrankenhaus, später in einem eigenen Hospital. Als Mitglied einer buddhistischen Gemeinde wurde er 1951 von den chinesischen Kommunisten verhaftet, zum Tode verurteilt, jedoch später begnadigt und kehrte 1953 nach Deutschland zurück, wo er mit über 70 Jahren bis zu seinem Tod die alten chinesischen Heilmethoden Akupunktur und Moxibustion in eigener Praxis anwendete.

Neben seiner ärztlichen Praxis war er als Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin tätig und unterrichtete einen kleinen Kreis von Schülern in der Traditionellen Chinesischen Medizin und deren Geschichte. Er hinterließ eine beträchtliche Anzahl von Arbeiten aus seinem Spezialgebiet, der Erforschung der chinesischen Medizingeschichte. Sein bekanntestes Werk ist Die chinesische Medizin zu Beginn des XX. Jahrhunderts und ihr historischer Entwicklungsgang (1929). Große Verdienste erwarb er sich auch – zusammen mit Haberling und Vierordt – bei der Herausgabe der fünf-bändigen 2. Auflage des von August Hirsch begründeten Biographischen Lexikons der hervorragenden Ärzte aller Zeiten und Völker.

  1. Repositorium der Kumamoto-Universität, S. 164f (Memento des Originals vom 5. März 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Biographie Franz Hübotter auf deutsche-biographie.de
  3. Biographie Franz Hübotter auf www.tsingtau.org Beiträge zur Geschichte Tsingtaus (Qingdao) – 1897 bis 1953