Franziskanerinnenkloster St. Anna (Kempten)
Das Franziskanerinnenkloster St. Anna war ein Kloster der Franziskanerinnen. Es hatte in Kempten (Allgäu) viele Standorte. Die franziskanischen Terziarinnen hatten ihren Konvent ursprünglich in der Reichsstadt. Nachdem diese im Zuge der Reformation lutherisch geworden war, flohen sie ins Kemptener Umland. Ihr letzter Konvent befand sich im Kemptener Ortsteil Lenzfried. Das Frauenkloster wäre laut Michael Petzet „als Typus für den deutschen barocken Klosterbau nach dem dreißigjährigen Krieg von Bedeutung“, da die Fürstäbtliche Residenz als der erste große monumentale Klosterkomplex in Deutschland nach dem Dreißigjährigen Krieg gilt, aber erst zwei Jahre später (1651) nach der Fertigstellung des Frauenklosters (1649) begonnen wurde. Auf der anderen Straßenseite befindet sich das Franziskanerkloster St. Bernhardin.
- ↑ Michael Petzet: Stadt und Landkreis Kempten (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 5). Deutscher Kunstverlag, München 1959, DNB 453751636, S. 112 f.