Fred Korematsu

Fred Toyosaburo Korematsu (是松 豊三郎, * 30. Januar 1919 in Oakland, Kalifornien; † 30. März 2005 in Larkspur, Kalifornien) war ein amerikanischer Bürgerrechtler japanischer Abstammung.

Nach dem Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 und dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg wurden etwa 120.000 Japaner und japanischstämmigen Amerikaner aus Angst vor einer fünften Kolonne von der Westküste der Vereinigten Staaten zwangsweise in küstenferne Gebiete umgesiedelt oder interniert. Korematsu, der sich der Internierung durch Flucht entzogen hatte, wurde 1942 verhaftet, zu einer Haftstrafe verurteilt und in ein Internierungslager gebracht. Seine Klage vor dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten gegen die zwangsmäßigen Internierungsmaßnahmen, Korematsu v. United States, wurde im Jahr 1944 zurückgewiesen.

1984 hob das Bundesgericht in San Francisco seine Verurteilung wegen Flucht vor der Internierung auf, jedoch besteht das Urteil des Obersten Gerichtshofs, das die zwangsweise Internierung für rechtmäßig erklärte, immer noch, da es nie formal aufgehoben wurde. Durch seinen jahrzehntelangen Kampf gegen seine ethnisch begründete Internierung und um Rehabilitierung wurde Fred Korematsu zu einem Symbol für die Erinnerung an die ungerechtfertigte Internierung japanischstämmiger Amerikaner während des Krieges sowie für den Kampf gegen willkürlichen oder sonst fragwürdigen staatlichen Freiheitsentzug allgemein.

  1. Korematsu v. United States, 323 U.S. 214 (1944)
  2. Becky Little: Korematsu Ruling on Japanese Internment: Condemned But Not Overruled. In: History. A&E Television Networks, LLC., 1. September 2018, abgerufen am 19. Mai 2021 (englisch).