Freemartinismus

Als Freemartinismus oder Freemartin-Syndrom (aus dem Englischen, Wortableitung unbekannt, wahrscheinlich aus dem Angelsächsischen "fear" für "leer", "nichtig", "ungültig" oder dem Schottischen "ferow" für "unfruchtbar" und dem Gälischen "mart" für eine Färse oder eine unfruchtbare Kuh, die geschlachtet werden soll, im Englischen als Free-Martin schon im 17. Jh. nachgewiesen) wird eine angeborene Fehlbildung der Geschlechtsorgane bezeichnet, die bei weiblichen Individuen auftritt, die aus einer Mehrlingsträchtigkeit mit mindestens einem männlichen Fetus stammen. Der Grund für das Auftreten der Fehlbildung ist eine Form des Chimärismus. Freemartinismus tritt am häufigsten beim Hausrind auf (93 % aller ungleichgeschlechtlichen Mehrlingsträchtigkeiten), kann aber auch bei anderen Spezies vorkommen.

  1. Oxford English Dictionary online, DRAFT REVISION June 2008, www.oed.com.