Freiheitsaktion Bayern

Die Freiheitsaktion Bayern (FAB) war ein Personenkreis aus heterogenen Gruppen von NS-Gegnern in Südbayern, der in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges eine Kapitulation anstrebte. Bei einem gescheiterten Aufstand von rund 440 Soldaten im Raum München in der Nacht vom 27. auf den 28. April 1945 war es gelungen, Rundfunkaufrufe an die Bevölkerung zu senden. Insgesamt 79 Gruppen mit insgesamt etwa 990 Personen unternahmen daraufhin im gesamten südbayerischen Raum Aktionen wie das Hissen weißer Fahnen, das Festsetzen von NS-Funktionären oder das Wegräumen von Panzersperren. In 21 Fällen eskalierten diese Situationen und kosteten 58 Menschen das Leben. Die Verfolgung der Aufständischen rechnet zu den Endphaseverbrechen.