Freikirche
Der Begriff Freikirche bezeichnete ursprünglich eine evangelische Kirche, die – im Gegensatz zu einer Staatskirche – vom Staat unabhängig war. Infolge der mittlerweile in Europa überwiegend vollzogenen Trennung von Religion und Staat lässt sich die Wortbedeutung nicht mehr eindeutig fassen. Der Begriff Freikirche wird heute dazu verwendet, eine bestimmte Kirche gegenüber Volkskirchen abzugrenzen. Dabei wird das Attribut „frei“ unterschiedlich verstanden, etwa im Sinne von freiwilliger Zugehörigkeit, organisatorischer Unabhängigkeit, auch im Hinblick auf eine vom Staat erhobene Kirchensteuer, oder als Hinweis auf eine bestimmte theologische Einstellung. In Deutschland beläuft sich die gesamte Mitgliederzahl der Freikirchen auch nach optimistischer Schätzung auf unter einer Million.
- ↑ Die Mitglieder aller im Abschnitt Liste von traditionellen Freikirchen im deutschsprachigen Raum aufgeführten Freikirchen belaufen sich auf höchstens 400.000. Heiner Rust schätzt zudem, dass ca. 300.000 Menschen in Deutschland Mitglieder in Gemeinden sind, die sich nicht in konfessionellen oder überregionalen Bünden organisieren.