Friedrich Kann
Friedrich Kann (* 26. April 1903 in Deutz (Köln); † 1963) war ein deutscher Landwirt, Agrarplaner und Oberlandwirtschaftsrat im Verwaltungsamt des Reichsnährstands. Kann war in der Zeit des Nationalsozialismus ein Experte der agrarischen NS-Siedlungsplanung. Er wirkte von 1935 bis 1943 an zentralen Schnittstellen zwischen dem Reichsnährstand, der universitären Raumforschung, der Landesplanung in einzelnen Gauen und schließlich dem Reichskommissariat für die Festigung deutschen Volkstums (RKF). Im Zuge der Agrarstrukturreformplanungen, die sich sowohl auf Regionen im Westen Deutschlands als auch auf besetzte Territorien in Mittel- und Osteuropa bezogen, stellte Friedrich Kann Überlegungen zu einer „planmäßigen Menschensteuerung“ an. Über sein Leben in den Jahren nach 1945 ist wenig bekannt.
- ↑ Friedrich Kann: Die Bereinigung der ländlichen Sozialstruktur in der Rheinprovinz. In: Neues Bauerntum. Band 35, Nr. 1, 1943, S. 29.