Friedrichbeckeit

Friedrichbeckeit
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Nummer

2008-019

IMA-Symbol

Fri

Chemische Formel
  • K(☐Na)Mg2(Be2Mg)Si12O30
  • KNa□Mg2Be3Si12O30
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Silikate und Germanate – Ringsilikate
System-Nummer nach
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

VIII/E.22-020

9.CM.05
63.02.01a.21
Kristallographische Daten
Kristallsystem hexagonal
Kristallklasse; Symbol dihexagonal-dipyramidal; 6/m2/m2/m
Raumgruppe P6/mcc (Nr. 192)Vorlage:Raumgruppe/192
Gitterparameter a = 9,970 Å; c = 14.130 Å
Formeleinheiten Z = 2
Häufige Kristallflächen {0001}, untergeordnet {1010}, {1120}
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 6
Dichte (g/cm3) 2,686 (berechnet)
Spaltbarkeit fehlt
Bruch; Tenazität unregelmäßig
Farbe farblos bis blass gelb
Strichfarbe weiß
Transparenz durchsichtig
Glanz Glasglanz
Kristalloptik
Brechungsindizes nω = 1,552
nε = 1,561
Doppelbrechung δ = 0,009
Optischer Charakter einachsig positiv, manchmal leicht zweiachsig
Pleochroismus deutlich: ω = gelb; ε = hellblau

Das Mineral Friedrichbeckeit (IMA-Symbol Fri) ist ein sehr selten vorkommendes Ringsilikat aus der Milaritgruppe und hat die Endgliedzusammensetzung KNa□Mg2Be3Si12O30. Es kristallisiert mit hexagonaler Symmetrie und entwickelt farblose, sechsseitig plattige Kristalle von unter einem Millimeter Größe.

Friedrichbeckeit bildet sich bei der Kontaktmetamorphose von silikatreichen Fremdgesteinseinschlüssen in alkalireichen tephritischen Magmen und ist bislang nur an seiner Typlokalität, dem Bellerberg-Vulkan in der Eifel, gefunden worden.

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