Fritz-Julius Lemp

Fritz-Julius Lemp (* 19. Februar 1913 in Tsingtau; † 9. Mai 1941 im Nordatlantik südöstlich von Grönland) war ein deutscher Marineoffizier und kommandierte im Zweiten Weltkrieg die U-Boote U 28, U 30 sowie U 110. Auf neun Unternehmungen versenkte er dabei zwanzig Schiffe mit 96.547 BRT und beschädigte weitere vier Schiffe mit insgesamt 45.417 BRT. Kriegsgeschichtlich bedeutsam ist er durch die völkerrechtswidrige Versenkung des Passagierdampfers Athenia zu Beginn des Zweiten Weltkriegs sowie dadurch, dass bei der Versenkung seines letzten U-Boots die ENIGMA-Chiffriermaschine und die dazugehörigen Codebücher unversehrt in die Hände der Alliierten gelangten.

  1. Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945, Die Ritterkreuzträger der U-Boot-Waffe von September 1939 bis Mai 1945, Verlag E.S. Mittler & Sohn, Hamburg 2003, ISBN 3-8132-0515-0, S. 54