Fußgängerübergang
Der Fußgängerübergang (in Deutschland Fußgängerüberweg, in Österreich Schutzweg, in der Schweiz Fussgängerstreifen) ist eine Querungsanlage auf Straßen für Fußgänger und Rollstuhlfahrer. Ein Fußgängerüberweg ist neben dem Hinweis mit entsprechender Beschilderung oder Ampeln durch breite Linien auf der Fahrbahn gekennzeichnet, die ebenfalls als Verkehrszeichen dienen.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird die Fahrbahnmarkierung für Fußgängerüberwege umgangssprachlich als „Zebrastreifen“ bezeichnet. Diese Bezeichnung entstand im April 1954, als das Hamburger Abendblatt aufgrund zahlreicher Unfälle an Fußgängerüberwegen die sogenannte „Aktion ZEBRA“ ins Leben rief. Der Begriff ZEBRA steht dabei als Akronym (Kurzwort) für Zeichen eines besonders rücksichtsvollen Autofahrers. Zu jener Zeit standen Polizisten an Fußgängerüberwegen und hielten die Kennzeichen von vorbildlichen Autofahrern fest, die an diesen Markierungen anhielten. Die Namen dieser Personen wurden anschließend im Hamburger Abendblatt veröffentlicht, und sie erhielten eine Plakette mit einem Zebra-Motiv für ihre Windschutzscheibe.
Durch die intensive mediale Bewerbung dieser Kampagne – unter anderem mit dem Einsatz des Begriffs ZEBRA – etablierte sich der Ausdruck „Zebrastreifen“ schnell im gesamten deutschsprachigen Raum.
Der Fußgängerüberweg ist immer ebenerdig, im Gegensatz zur Fußgängerüberführung oder -unterführung.
Da zwischen Gehsteig und Fahrbahn meist ein Niveauunterschied besteht, wird die Bordsteinkante an Überwegen in der Regel abgesenkt, um ein leichteres Überqueren mit Kinderwagen, Rollstühlen oder Handkarren zu ermöglichen.
- ↑ Woher kommt der Zebrastreifen? | GfdS. Abgerufen am 22. April 2025.
- ↑ 24. April 1954 - Die Bezeichnung "Zebrastreifen" entsteht. 24. April 2019, abgerufen am 22. April 2025.