Furanfettsäuren
Furanfettsäuren (FFA, von engl. furan fatty acids), auch F-Säuren genannt, sind eine Gruppe von Fettsäuren, die einen Furanring enthalten. An einer Position des Furanringes befindet sich ein unverzweigter Carbonsäurerest, an einer anderen Position ein Alkylrest. Die natürlichen Furanfettsäuren sind zudem am Furanring einfach oder zweifach methylsubstituiert. Sie sind in einer Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten nachweisbar.
Carboxylsubstituierte F-Säuren bezeichnet man als Urofuransäuren. Urofuranfettsäuren sind Stoffwechselprodukte der Furanfettsäuren, die sich beispielsweise im menschlichen Harn (Namensgebung) nachweisen lassen.
Die allgemeine Struktur von Furanfettsäuren | ||
| Die am häufigsten vorkommenden methylsubstituierten Furanfettsäuren | ||
| m | n | R |
| 2 | 8 | CH3 |
| 4 | 8 | H |
| 4 | 8 | CH3 |
| 2 | 10 | CH3 |
| 4 | 10 | H |
| 4 | 10 | CH3 |
| 4 | 12 | H |
| 4 | 12 | CH3 |
- ↑ S. Göckler: Metabolismus und genetische Toxizität von Furanfettsäuren, sowie deren Einfluss auf Zellmembranen in vitro. ( vom 10. Juni 2015 im Internet Archive) Dissertation, Universität Karlsruhe, 2009.
- ↑ D. M. Sand, H. Schlenk, H. Thoma, G. Spiteller: Catabolism of fish furan fatty acids to urofuran acids in the rat In: Biochim. Biophys. Acta 751, 1983, S. 455–461 PMID 6849955.