Ganztodtheorie

Die Ganztodtheorie oder Ganztodlehre (auch Thnetopsychismus, von griech. thnētós, „sterblich“ und psūkhḗ, „Seele“) bezeichnet in der christlichen Theologie die Auffassung, dass der Tod die vollständige Auslöschung des Menschen bedeutet und es keine von der leiblichen Existenz unabhängige Fortdauer einer unsterblichen Substanz gibt. Der Mensch ist demnach eine untrennbare Einheit aus Körper, Seele und Geist; mit dem Tod endet seine Existenz gänzlich. Die Auferstehung der Toten am Jüngsten Tag wird als völlige Neuschöpfung des Menschen durch Gottes schöpferische Macht verstanden – nicht als Wiederbelebung eines weiter existierenden Seelenkerns.