Zervixkarzinom

Klassifikation nach ICD-10
C53 Bösartige Neubildung der Cervix uteri
C53.0 Endozervix
C53.1 Ektozervix
C53.8 Cervix uteri, mehrere Teilbereiche überlappend
C53.9 Cervix uteri, nicht näher bezeichnet
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Klassifikation nach ICD-11
2C77 Bösartige Neubildungen der Cervix uteri
2C77.0 Plattenepithelkarzinom der Cervix uteri
2C77.1 Adenokarzinom der Cervix uteri
2C77.2 Adenosquamöses Karzinom der Cervix uteri
2C77.3 Neuroendokrines Karzinom des Cervix uteri
2C77.Y Sonstige näher bezeichnete bösartige Neubildungen der Cervix uteri
2C77.Z Bösartige Neubildungen der Cervix uteri, nicht näher bezeichnet
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Das Zervixkarzinom (lateinisch Carcinoma cervicis uteri), auch Kollumkarzinom (von lateinisch Collum Hals) oder Gebärmutterhalskrebs genannt, ist ein bösartiger (maligner) Tumor des Gebärmutterhalses (Cervix uteri). Es ist weltweit der vierthäufigste bösartige Tumor bei Frauen. Histologisch handelt es sich in der Mehrheit der Fälle um ein Plattenepithelkarzinom. Die häufigste Ursache für ein Zervixkarzinom ist eine Infektion mit bestimmten Typen des humanen Papillomvirus (HPV). Das Zervixkarzinom verursacht zunächst keine Schmerzen, nur gelegentlich treten leichte Schmierblutungen auf. Erst wenn der Tumor größer wird und mit Geschwürbildung zerfällt, kommt es zu fleischwasserfarbigem, süßlich riechendem Scheidenausfluss. Im Frühstadium ist die vollständige Entfernung der Veränderung durch eine Konisation ausreichend. Im fortgeschrittenen Stadium wird die Entfernung der ganzen Gebärmutter mit umliegendem Gewebe und manchmal auch weiterer Organe notwendig. Eine Untersuchung zur Früherkennung ist der Pap-Test. Eine Impfung mit einem HPV-Impfstoff verhindert eine Infektion durch die zwei häufigsten Hochrisiko-HPV-Typen und verringert damit das Risiko der Entstehung eines Zervixkarzinoms.

  1. F. Marra, K. Cloutier u. a.: Effectiveness and cost effectiveness of human papillomavirus vaccine: a systematic review. In: Pharmacoeconomics. Band 27, Nummer 2, 2009, S. 127–147, ISSN 1170-7690. PMID 19254046. (Review).