Gedächtnisstätte
| Gedächtnisstätte e. V. | |
|---|---|
| Rechtsform | eingetragener Verein |
| Gründung | 1992 in Vlotho |
| Gründer | Ursula Haverbeck, Paul Latussek, Hans-Joachim Herrmann u. a. |
| Sitz | Guthmannshausen, Deutschland (⊙) |
| Motto | Zukunft braucht Herkunft |
| Vorsitz | Wolfram Schiedewitz (Vorsitzender) |
| Mitglieder | etwa 50 (2019) |
| Website | deutsches-gedenken.de |
Der Verein Gedächtnisstätte e. V. ist eine deutsche rechtsextremistische Organisation mit Sitz im thüringischen Guthmannshausen, der eine organisationsübergreifende Vernetzungsfunktion innerhalb der rechtsextremistischen Szene zugeschrieben wird. Er gilt als verfassungsfeindlich und wird bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet.
Seit 2011 verfügt der Verein über das Baudenkmal Rittergut Guthmannshausen, das seither eine sogenannte Kultur- und Tagungsstätte sowie seit 2014 eine Gedächtnisstätte für die „12 Millionen zivilen deutschen Todesopfer[n] im und nach dem 2. Weltkrieg, umgekommen durch Bomben, Verschleppung, Vertreibung und in Gefangenenlagern“ beheimatet. Das Vereinshaus gilt als bundesweit bedeutender Treff für Geschichtsrevisionisten, Holocaustleugner sowie völkische und militante Neonazis.
Dem Verein, der 1992 von der Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck gegründet und rund elf Jahre lang geleitet wurde, werden bundesweit etwa 50 Mitglieder zugerechnet.
- ↑ Verfassungsschutz Niedersachsen: Verfassungschutzbericht 2019. Hrsg. vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport, Hannover 2020, S. 116–122, hier S. 116 (PDF).
- ↑ Gedächtnisstätte auf der Website des Gedächtnisstätte e. V., abgerufen am 26. September 2023 (hier: Widmung).