Geleitzerstörer

Als Geleitzerstörer wurden leichtere Überwasserkriegsschiffe bezeichnet, die kurz vor und vor allem dann während des Zweiten Weltkrieges entwickelt und gebaut wurden – zunächst im Vereinigten Königreich, später dann hauptsächlich in den Vereinigten Staaten – und die Sicherungsaufgaben für Geleitzüge (und teils auch reguläre Flottenstreitkräfte) sowie die U-Jagd zu übernehmen hatten. Sie waren für Seegebiete entwickelt worden, in denen alliierte Konvois außer mit der U-Boot-Gefahr auch mit Angriffen feindlicher Flugzeuge und leichter Überwassereinheiten rechnen mussten. Dabei waren Geleitzerstörer im Vergleich zu den ebenfalls für Geleitaufgaben entwickelten Korvetten oder Fregatten größer, schneller und stärker bewaffnet, waren aber wiederum kleiner und schwächer bewaffnet als die regulären (und teureren) Zerstörer. Ferner verfügten Geleitzerstörer oftmals auch über eine Torpedobewaffnung, was bei Korvetten und Fregatten zu dieser Zeit nicht der Fall war.

  1. 1 2 Gebauer, Jürgen / Krenz, Egon: Marine-Enzyklopädie. Brandenburgisches Verlagshaus. Berlin 1998, S. 106.