Gemüt
Gemüt bezeichnet die durch die Gesamtheit der Gefühls- und Willenserregungen erworbene Einheit und Bestimmtheit der Psyche. Das Gemüt wird dabei – vergleichbar den Emotionen oder der Sinnlichkeit – als Gegenpol zur Intelligenz und dem Verstand gesehen (siehe auch Kognition).
Als Gemütszustand wird die akute seelische, psychische und emotionale (Gesamt-)Situation eines Menschen bezeichnet; Gemütsschwankung bezieht sich auf psychische Instabilität.
- ↑ Friedrich Kirchner: Kirchner’s Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe. Neubearbeitung von Carl Michaëlis (= Philosophische Bibliothek. Band 67). 5. Auflage. Dürr, Leipzig 1907, OCLC 3703706, S. 226, Stichwort „Gemüt“ (zeno.org [abgerufen am 20. November 2014] gemeinfrei).
- ↑ Gemüt. (disposition, mind). In: Fachgebärdenlexikon Psychologie. Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser (IDGS) der Universität Hamburg, abgerufen am 20. November 2014.
- ↑ Hans Walter Gruhle: Verstehende Psychologie (Erlebnislehre). Ein Lehrbuch. 2., verb. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1956, DNB 451696301, OCLC 1105413, S. 39 ff.