Geomagnetisches Observatorium

Ein geomagnetisches Observatorium, auch erdmagnetisches Observatorium, ist eine Einrichtung zur kontinuierlichen Beobachtung, Erfassung und Dokumentation der zeitlichen und örtlichen Schwankungen des Erdmagnetfeldes mittels verschiedener Messinstrumente.

Der Standort eines geomagnetischen Observatoriums sollte frei von lokalen geologischen Besonderheiten sein. Elektrische Bahnen sollten mehr als 15 km, Wasser- und Abwasseranlagen mehr als 200 m vom Messplatz entfernt sein. Hochspannungsleitungen sollten sich ebenfalls nicht in der Nähe des Observatoriums befinden, da diese je nach Betriebslast und Richtung des Standortes Störungen in den Messungen verursachen können. Die baulichen Anlagen des Observatoriums sollten aus nichtmagnetischen Materialien bestehen. Es sollte generell auf leitende Materialien verzichtet werden, da die magnetischen Sensoren durch die von seismischen Erschütterungen im Metall verursachten Wirbelströme beeinflusst werden könnten. Außerdem ist eine stabile Plattform für die Aufstellung der meisten Messinstrumente notwendig.