Georg Winkler (Bergsteiger)

Georg Winkler (* 26. August 1869 in München; † 16. oder 17. August 1888 am Weisshorn in den Walliser Alpen) war ein deutscher Alpinist. Er stammte aus einer angesehenen Münchener Familie. Sein Vater Johann Georg Winkler (5. Juli 1836 – 24. Mai 1906) war Fleischermeister und führte mit seiner Frau Therese Winkler (geb. Zehetmayr; 28. November 1840 – 20. Juni 1876) eine Schweinemetzgerei in München.

Kurz vor seinem Tod machte Georg Winkler 1888 am Wilhelmsgymnasium München sein Abitur. Befreundet war er mit dem späteren Alpinisten und Maler Rudolf Reschreiter, der ebenfalls am Wilhelmsgymnasium Abitur gemacht hat.

Bei seinen Touren in den Alpen war Georg Winkler ab 1886 vielfach als Alleingänger unterwegs, dem viele Erstbegehungen sowie einige Erstbesteigungen glückten und der das Risiko nicht scheute:

„[…] ich bin mir über das movens bei meinen Touren längst klar geworden und erkannte bald, daß es die Gefahr ist, die, aufgesucht und überwunden, dem Manne unendliche Genugtuung und viele Befriedigung gewährt; […] die Gefahr und die unendliche Großartigkeit des Hochgebirges in ihrer Vereinigung, sind es, die uns dämonisch anlocken […].“

Georg Winkler: Brief an Eugen Guido Lammer

Georg Winklers außergewöhnliche Leistungen in Verbindung mit seinem frühen Tod in den Bergen – er wurde keine 19 Jahre alt – führten dazu, dass seine Person in der alpinen Literatur oft mit einem gewissen Pathos betrachtet wurde.

  1. Reiner Kaltenegger, Gräber des Alten Südfriedhofs München - Inschriften · Biographien , 1. Auflage 2019, PDF-Ausgabe, S. 4240
  2. Jahresbericht über das K. Wilhelms-Gymnasium zu München 1887/88.
  3. Hermann Wulzinger: Der weitgehend vergessene Kunstmaler Rudolf Reschreiter, maßgeblicher Gründer der Sektion Hochland, in: 100 Jahre-Sektion Hochland des Deutschen Alpenvereins-1902 - 2002 Festschrift
  4. Brief vom 22. April 1888, veröffentlicht von Erich König in: Empor! Georg Winklers Tagebuch, Verlag Grethlein & Co., Leipzig 1906, S. 79f.