Gerda (Mythologie)

Gerda (beziehungsweise Gerðr, Gerdr, Gerdha oder Gerd) ist in der nordischen Mythologie eine Riesin und Göttin. Sie gilt als Partnerin des Gottes Freyr. Beider Sohn ist Fjölnir. Gerda ist für ihre Schönheit berühmt und die Tochter des Riesen Gymir und der Aurboda. Sie stammt aus dem Geschlecht der Bergriesen. Ihr Bruder war sehr wahrscheinlich der Riese Beli, welcher von Freyr getötet wurde. Sie wohnte in einem großen schönen Haus und Hof ihres Vaters Gymir in Jötunheim. Ihr Saal wurde von bösen und wütenden Hunden bewacht.

Nach der Snorra-Edda gehe von ihren Händen bzw. Haaren, nach dem Götterlied Skírnismál von ihren Armen, ein Strahl bzw. Leuchten über Luft und Meer aus.

  1. E. C. Polomé: Freyr. In: Johannes Hoops (Hrsg.): Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. 2., völlig neu bearb. und stark erw. Auflage. Band 9: Fidel–Friedlosigkeit. Walter de Gruyter, Berlin / Boston, Mass 1995, ISBN 3-11-014642-8, S. 588 ().
  2. E. Mogk: Gerðr. In: Johannes Hoops (Hrsg.): Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Band 2: F-J. K.J. Trübner, Straßburg 1915, S. 159 ().
  3. E. Siecke: Die Liebesgeschichte des Himmels. Untersuchungen zur Indogermanischen Sagenkunde. K. J. Trübner, Straßburg 1892, S. 2836 ().
  4. E. Mogk: Gerðr. In: Johannes Hoops (Hrsg.): Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Band 2: F-J. K.J. Trübner, Straßburg 1915, S. 159 ().