Gerechte-Welt-Glaube

Der Gerechte-Welt-Glaube (englisch just-world hypothesis) bezeichnet in der Psychologie eine generalisierte Erwartung, dass die Welt prinzipiell gerecht ist und dass alle Menschen ihren Taten entsprechend entlohnt werden. Der Wunsch dahinter ist eine Hoffnung, durch die Art der eigenen Taten die Sicherheit zu befriedigen, dass sich daraus ableiten lasse, dass einem Positives widerfährt, wenn man selbst Gutes tut. Zunächst wurde dieses Konzept von Lerner (1980) nach durchgeführten Laborexperimenten postuliert, dann von C. Dalbert (1996) fortgeführt.

  1. Siegfried Preiser, Constanze Beierlein: Gerechte-Welt-Glaube im Dorsch Lexikon der Psychologie. 2022 (hogrefe.com [abgerufen am 4. Februar 2026]).
  2. Lerner, M.J.: The belief in a just world: A fundamental delusion. Plenum, New York 1980.
  3. Montada, L. & Lerner, M.J.: Responses to victimizations and belief in a just world. Plenum, New York 1998.
  4. Claudia Dalbert: Der Glaube an eine gerechte Welt: Zur Güte einer deutschen Version der Skala von RUBIN & PEPLAU. 1. Januar 1982 (psycharchives.org [abgerufen am 4. Februar 2026]).