Germanisches Becken

Das Germanische Becken (auch Mitteleuropäisches Becken) war ein Sedimentbecken, das sich ab dem Perm über weite Teile des heutigen West- und Mitteleuropas erstreckte. Oft wird damit jedoch nur der entsprechende Ablagerungsraum um die Zeit der Perm-Trias-Grenze bezeichnet, da das Becken in dieser Zeit besonders stark isoliert war und sich durch typische Gesteinsserien und Fossilfaunen auszeichnet („Germanische Fazies“).

  1. Seit 1999 im offiziellen Sprachgebrauch der Subkommission Perm-Trias (SKPT) der Deutschen Stratigraphischen Kommission: „Der Begriff ‚Germanisches Becken‘ ist nicht mehr zu gebrauchen. Stattdessen ist in den Monographien der Begriff ‚Mitteleuropäisches Becken‘ zu verwenden.“ E. Nitsch: Anträge und Beschlüsse zur stratigraphischen Nomenklatur und Klassifikation (Perm und Trias von Mitteleuropa, 1989–2015). 2015 (PDF), S. 6 (Beschluss Nr. 36, 1. Mai 1999, Bad Salzungen)
  2. Hans Murawski, Wilhelm Meyer: Geologisches Wörterbuch. 12. überarbeitete und erweiterte Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-8274-1810-4, S. 60.
  3. 1 2 Germanisches Becken im Spektrum Online-Lexikon der Geowissenschaften (abgerufen am 1. Mai 2025)
  4. Jens Engel, Carsten Lauer: Einführung in die Boden- und Felsmechanik. 3. Auflage, Carl Hanser Verlag, München 2022, ISBN 978-3-446-46941-9, S. 28 (Tabelle 2.4)
  5. Olaf Elicki, Christoph Breitkreuz: Die Entwicklung des Systems Erde. Springer Spektrum, Berlin Heidelberg 2016, ISBN 978-3-662-47191-3, S. 194 ff.