Geschichte Südtirols

Die Geschichte Südtirols umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des heutigen Südtirol von der Frühgeschichte bis zur Gegenwart. Eine eigenständige, vom größeren Tiroler Kontext abgetrennte Geschichte Südtirols begann mit der Besetzung der Region durch italienische Truppen im November 1918. Aufgrund des von Österreich-Ungarn am 3. November 1918 mit Italien geschlossenen Waffenstillstandsabkommens und dem Vertrag von Saint-Germain zwischen den Siegermächten des Ersten Weltkrieges und der neu geschaffenen Republik Österreich fiel Südtirol 1919 an das Königreich Italien und wurde zu dessen nördlichster Provinz.

Bei Texten über Südtirol ist der historische Zusammenhang zu beachten: Bis 1918 und darüber hinaus bezeichnete Südtirol oftmals sämtliche Landesteile Tirols südlich des Brenners, insbesondere auch das heutige Trentino.

  1. Nicht markiert sind die zum altösterreichischen Kronland gehörenden Gemeinden Cortina d’Ampezzo, Livinallongo del Col di Lana, Colle Santa Lucia (BL), Valvestino, Magasa (BS) und Pedemonte (VI), die sich in Volksabstimmungen ausnahmslos für eine Wiederherstellung der historischen Landesgrenzen ausgesprochen haben.
  2. Ivona Jelcic: Tirol tut sich schwer mit dem Gedenken an die Teilung. In: derstandard.at. 9. September 2019, abgerufen am 25. September 2021.
  3. Hans Haas: Südtirol 1919. Op. cit. S. 95ff.