Geschichte der Nadelindustrie in Aachen

Die Geschichte der Nadelindustrie in Aachen beschreibt die Entwicklung und Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges in und für Aachen von den Anfängen in der Frühen Neuzeit bis zur endgültigen Auflösung Anfang des 21. Jahrhunderts. Die Nadelindustrie war neben der Aachener Tuchindustrie ein bedeutungsvoller Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region und beschäftigte in ihrer Hochphase mehrere tausend Arbeitskräfte.

Seit dem frühen 21. Jahrhundert existiert im Raum Aachen kein nadelproduzierendes Unternehmen mehr, lediglich im benachbarten Stolberg überlebte die traditionelle Prym Group, die sich hauptsächlich auf Handarbeits- und Nähzubehör spezialisiert hat und bei der die Nadelproduktion wegen der Auslagerung des Herstellungsprozesses ins Ausland nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.

Erhalten hat sich jedoch bis heute das Symbol der Aachener Nadelindustrie, der Klenkes. Dies ist im Öcher Platt der Name für den Kleinfinger, mit dessen Hilfe in früheren Zeiten, zumeist von Kindern, die schadhaften Nadeln aussortiert wurden und der später zum Erkennungszeichen für alle Aachener weltweit geworden ist.