Geschwindigkeitsüberwachung für NeiTech-Züge
Als Geschwindigkeitsüberwachung für NeiTech-Züge (Abkürzung GNT) wird ein Zugbeeinflussungssystem bezeichnet, das für Neigetechnik-Züge in Deutschland verwendet wird. Dabei können Gleisbögen mit bis zu 30 % höherer Geschwindigkeit durchfahren werden, ohne dass die Querbeschleunigung für den Fahrgast den zulässigen Maximalwert von 1,0 m/s² überschreitet. Es wurde unter dem Namen Punktförmiges Datenübertragungs-System (PDS) von der Deutschen Bundesbahn gegen Ende der 1980er Jahre eingeführt. Da diese Abkürzung seit 1989 von der politischen Partei PDS verwendet wurde, suchte man eine andere Abkürzung. Auf die Abkürzung PDS wurde noch längere Zeit in internen Unterlagen verwiesen bzw. sie war in der Baureihe 610 bis zum Betriebsende vorhanden.
Die GNT funktioniert nur im Zusammenspiel mit der Punktförmigen Zugbeeinflussung.
Ende 2019 waren 3018 von 33.291 km im Netz der Deutschen Bahn mit GNT ausgerüstet, mit rückläufiger Tendenz.
- ↑ Matthias Maier (Hrsg.): Der deutsche Pendolino. EK-Verlag, 2014, S. 13.
- ↑ List of CCS Class B systems. (PDF) Europäische Eisenbahnagentur, 11. Juni 2019, S. 5, archiviert vom am 3. September 2022; abgerufen am 23. Februar 2020 (englisch).
- ↑ Infrastrukturzustands- und -entwicklungsbericht 2019. (PDF) Leistungs- und Finanzierungs-Vereinbarung II. In: eba.bund.de. Deutsche Bahn, April 2020, S. 124, abgerufen am 17. Mai 2020.