Gesetz über die Tätigkeit europäischer Rechtsanwälte in Deutschland

Basisdaten
Titel:Gesetz über die Tätigkeit europäischer Rechtsanwälte in Deutschland
Abkürzung: EuRAG
Art: Bundesgesetz
Geltungsbereich: Deutschland
Rechtsmaterie: Rechtspflege, Berufsrecht
Fundstellennachweis: 303-19
Erlassen am: 9. März 2000 (BGBl. I S. 182, ber. 1349)
Inkrafttreten am: 14. März 2000
Letzte Änderung durch: Art. 3 G vom 22. Oktober 2024
(BGBl. I Nr. 320)
Inkrafttreten der
letzten Änderung:
26. Oktober 2024
(Art. 13 Abs. 1 G vom 22. Oktober 2024)
GESTA: C211
Weblink: Text des Gesetzes
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.

Das Gesetz über die Tätigkeit europäischer Rechtsanwälte in Deutschland (EuRAG) wurde als Artikel 1 des Gesetzes zur Umsetzung von Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft auf dem Gebiet des Berufsrechts der Rechtsanwälte vom 9. März 2000 (BGBl. I S. 182) erlassen und ist am 14. März 2000 in Kraft getreten.

Es diente der Umsetzung der

  • Richtlinie 98/5/EG („Anwalts-Niederlassungsrichtlinie“)
  • Richtlinie 89/48/EWG und der
  • Richtlinie 77/249/EWG („Anwalts-Dienstleistungsrichtlinie“).

Das EuRAG regelt ergänzend zur Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) für europäische Rechtsanwälte die Berufsausübung und die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft in Deutschland. Mit dem EuRAG sind das Rechtsanwaltsdienstleistungsgesetz und das Gesetz über die Eignungsprüfung für die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft außer Kraft getreten.

  1. Richtlinie 98/5/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Februar 1998 zur Erleichterung der ständigen Ausübung des Rechtsanwaltsberufs in einem anderen Mitgliedstaat als dem, in dem die Qualifikation erworben wurde, ABl. EG L, Nr. 77, S. 36.
  2. Richtlinie 89/48/EWG des Rates der Europäischen Gemeinschaften vom 21. Dezember 1988 über eine allgemeine Regelung zur Anerkennung der Hochschuldiplome, die eine mindestens dreijährige Berufsausbildung abschließen, ABl. EG L, Nr. 19, 1989, S. 16.
  3. aufgehoben durch Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen, ABl. Nr. L 255, 30. September 2005, S. 22.
  4. Richtlinie 77/249/EWG des Rates vom 22. März 1977 zur Erleichterung der tatsächlichen Ausübung des freien Dienstleistungsverkehrs der Rechtsanwälte ABl. L, Nr. 78, 26. März 1977, S. 17.
  5. Gesetz zur Durchführung der Richtlinie des Rates der Europäischen Gemeinschaften vom 22. März 1977 zur Erleichterung der tatsächlichen Ausübung des freien Dienstleistungsverkehrs der Rechtsanwälte vom 16. August 1980, BGBl. I S. 1453
  6. Art. 1 des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie des Rates vom 21. Dezember 1988 über eine allgemeine Regelung zur Anerkennung der Hochschuldiplome, die eine mindestens dreijährige Berufsausbildung abschließen, für die Berufe des Rechtsanwalts und des Patentanwalts vom 6. Juli 1990, BGBl. I S. 1349