Gestellmotorantrieb
Der Gestellmotorantrieb ist eine Form des Antriebs von Triebfahrzeugen, welche sowohl als Einzelachsantrieb und als Gruppenantrieb zum Einsatz kommt. Seine Besonderheit ist, dass der Fahrmotor ausschließlich im gefederten Rahmen (Fahrzeugaufbau oder Drehgestell) gelagert ist. Zum Ausgleich der Bewegungen zwischen dem gefederten Fahrmotor und dem ungefederten Treibradsatz wurden verschiedene Bauarten des Gestellmotorantriebs entwickelt.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde unter dem Begriff Gestellmotorantrieb nur das verstanden, was heute mit dem Begriff Stangenantrieb – auch bei elektrischen Antrieben – ausgedrückt wird. Mit der Entwicklung weiterer Antriebsformen mit Gestellmotor erweiterte sich der Begriff entsprechend.
Weitere Formen des Antriebs von Triebfahrzeugen sind die Achsmotorantriebe und die Tatzlagerantriebe, welche sich von der Ausführung des Fahrmotoraufhängung unterscheiden. Alle Formen von Gruppenantrieben sind Gestellmotorantriebe.
- ↑ Helmut Bendel u. a.: Die elektrische Lokomotive, transpress, 1981, Seite 305: Bild 19.1/1 Übersicht über die prinzipiellen Antriebsarten
- 1 2 Helmut Bendel u. a.: Die elektrische Lokomotive, transpress, 1981, Seite 316: 19.4 Gestellmotorantriebe
- ↑ W. Kummer: Triebwerke elektrischer Eisenbahnfahrzeuge. In: SBZ. Band 52, Heft 19, 1908, S. 266 (e-periodica.ch).: »... die wir als die Bauart mit Gestellmotor bezeichnen wollen und deren Kennzeichen in der Anwendung von Triebstangen liegt, ...«