Gitarrenschule

Der Begriff Gitarrenschule umfasst sowohl die in Form eines Lehrbuchs vermittelten Konzepte zum Erlernen der Gitarre, als auch eine Musikschule, deren Instrumentalunterrichtsangebot sich ausschließlich auf die Gitarre beschränkt.

Auch durch namhafte Instrumentalpädagogen oder konzertierende Künstler begründete oder nachträglich auf sie zurückgeführte gitarristische Traditionslinien werden gelegentlich als „Gitarrenschule“ bezeichnet. Diese Schulen waren in der Vergangenheit nicht nur Träger ihrer jeweils als charakteristisch wahrgenommenen spieltechnischen, interpretatorischen und klangästhetischen Merkmale, sondern beförderten auch die Kanonbildungen des Gitarrenrepertoires, wie die insbesondere im spanischsprachigen Kulturraum besonders einflussreiche „Tárrega-Schule“, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf internationaler Ebene insbesondere den Repertoire-Kanon prägende „Segovia-Schule“ oder im deutschsprachigen Raum die vom Berliner Gitarristen Bruno Henze (1900–1978) begründete „Berliner Gitarrenschule“ und die von der Gitarristin Ursula Peter (1924–1989) ins Leben gerufene „Weimarer Gitarrenschule“.

Die nachfolgenden Abschnitte beziehen sich auf den Begriff der Gitarrenschule als Lehrwerk.