Glasfaser

Eine Glasfaser (GF) ist eine anorganische Chemiefaser aus Spezialglas. Bei der Herstellung werden aus einer Glasschmelze Endlosfasern gezogen und zu einer Vielzahl von Endprodukten weiterverarbeitet.

Glasfasern werden als Lichtwellenleiter (zur Datenübertragung und zum flexiblen Lichttransport), als textiles Gewebe, Vlies (zur Wärme- und Schalldämmung) sowie für glasfaserverstärkte Kunststoffe als Faserbündel (Roving) oder kurze Faserstücke verwendet. Die faserverstärkten Kunststoffe zählen heute zu den wichtigsten Konstruktionswerkstoffen. Sie sind alterungs- und witterungsbeständig, chemisch resistent und unbrennbar. Den hohen Elastizitätsmodul der Fasern nutzt man, um die mechanischen Eigenschaften von Kunststoffen zu verbessern.

  1. Fedor Mitschke: Glasfasern. Physik und Technologie, Spektrum Akademischer Verlag, 2005, ISBN 978-3-8274-1629-2.
  2. Fabia Denninger (Hrsg.): Lexikon Technische Textilien. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-86641-093-0, S. 157.
  3. Peter Grübl, Helmut Weigler, Sieghart Karl: Beton. Arten, Herstellung und Eigenschaften, Verlag Ernst & Sohn, München 2001, ISBN 978-3-433-01340-3, S. 622 ff.
  4. Faserverstärkte Polymere (Memento vom 4. Januar 2018 im Internet Archive) (PDF, abgerufen am 4. Januar 2018).