Glaspalast Augsburg

Der Glaspalast ist ein Industriedenkmal in Augsburg, welches 1910 als vierte und letzte Ausbaustufe (Werk IV: Aumühle) der Mechanischen Baumwollspinnerei und Weberei Augsburg (SWA) in Betrieb genommen wurde. Er liegt an der nach dem ersten großen Firmenleiter der SWA benannten Otto-Lindenmeyer-Straße (früher Gabenstraße). Die Produktion endete 1988 mit dem Konkurs der Firma. Das Bauwerk war zeitweise im Besitz der Stadt Augsburg und wurde 1999 an Ignaz Walter verkauft. Als Refinanzierung der Renovierung wurde hierbei der Abriss der Weberei-Shedhallen des Werkes gestattet. Dieses Neubaugebiet wird heute als Aumühle bezeichnet, wodurch der ehemalige Werkname fortlebt.

Der Glaspalast wird heute überwiegend kulturell genutzt. Im Erdgeschoss befindet sich die Kunsthalle Augsburg, die zu den Kunstsammlungen und Museen Augsburg gehört und auf knapp 3.000 m² überwiegend wechselnde Ausstellungen zeigt. Im 1. Stock präsentiert das privat geführte Kunstmuseum Walter, die Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst des 2023 verstorbenen Bauunternehmers Ignaz Walter in einer Dauerpräsentation. Ferner finden sich im Glaspalast auch die Galerie Noah, der BBK Schwaben-Nord und Augsburg e. V. sowie eine Vielzahl an Mietern verschiedener Branchen, und das Restaurant La Tavernetta.

  1. Liste der Mieter, abgerufen am 21. November 2019.