Glemsgau
Der Glemsgau (mundartlich auch „Glemisgowe“) in Baden-Württemberg zählt zu den um 750 vom karolingischen Hausmeier Karlmann eingeführten Gaugrafschaften, die in der Regel nach Flüssen, hier der Glems, benannt wurden. Der Herrschaftsbezirk des Glemsgaus ignoriert die fränkisch-alemannische „Demarkationslinie“ weitgehend und ist nahezu deckungsgleich mit der überlieferten Kernzone des fruchtbaren Strohgäus.
- ↑ Die Gaugrafschaftsverwaltung wurde nach dem Blutgericht zu Cannstatt (746) eingeführt.
Bruno Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte. Band 1: Europäische Grundlagen deutscher Geschichte, 4. – 8. Jahrhundert. Stuttgart 2004, S. 346 ff.