Goodpasture-Syndrom
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| M31.0 | Hypersensitivitätsangiitis Goodpasture-Syndrom |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| MF85 | Goodpasture-Syndrom |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Das Goodpasture-Syndrom ist eine sehr seltene schwere Autoimmunerkrankung, bei der vorwiegend die Nieren und Lungen beteiligt sind. „Die Reaktion des Organismus auf die Anti-GBM-Antikörper scheint genetisch determiniert zu sein.“ Der US-amerikanische Pathologe Ernest William Goodpasture beschrieb schon 1919 die Kombination aus Glomerulonephritis (bestimmte Form der Nierenentzündung) und Lungenblutungen.
Es handelt sich laut Thiele (1980) um eine „hochfieberhafte, stets hämorrhagische Pneumonie (Mittel- und Untergeschosse; rezidivierende Parenchymblutung) mit Glomerulonephritis (schubweise, final meist generalisiert, nekrotisierend), Ätiologie unbekannt (Virus?); Androtropie; fast stets letal. Pathologisch-anatomisch Endophlebitis obliterans, Hämosiderose der Lungenvenen, Nekrose und Fibrose der Nierenepithelien.“
- ↑ Helmut Geiger, Dietger Jonas, Tomas Lenz, Wolfgang Kramer (Hrsg.): Nierenerkrankungen. Schattauer Verlag, Stuttgart / New York 2003, ISBN 3-7945-2177-3, S. 85–87, Zitat S. 85.
- ↑ Karl Vossschulte, Hanns Gotthard Lasch, F. Heinrich (Hrsg.): Innere Medizin und Chirurgie. 2. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1981, ISBN 3-13-562602-4, S. 752 f.
- ↑ Wolfgang Piper: Innere Medizin. Springer-Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-33725-6, S. 236 f.
- ↑ Günter Thiele: Handlexikon der Medizin. Verlag Urban & Schwarzenberg, München / Wien / Baltimore ohne Jahr [1980], Teil II (F–K), S. 932.